Geschichte der Schule

Gymnasium mit Gemeinschaftsschulteil des Schulverbandes Gettorf und Umgegend

Der Name sowie die Entwicklung der Schule –  so komplex der Name auf den ersten Blick auch klingen mag, so sehr ist die Schule als eine Schule in den letzten Jahrzehnten zusammengewachsen. Inzwischen gibt es seit über 45 Jahren (seit 1968) eine Schule am heutigen Standort.

Das Schulzentrum liegt am Rande Gettorfs, mitten im Dänischen Wohld und gehört zum Schulverband Gettorf und Umgegend. Es bezieht seine Schüler aus den verschiedenen Grundschulen des Dänischen Wohlds (Felm, Gettorf, Holtsee, Lindau, Neudorf-Bornstein, Neuwittenbek, Noer-Lindhöft, Osdorf, Schinkel und Tüttendorf).

Eine kleine Geschichte des Schulverband „Gettorf und Umgegend“ – Herr Peter Wiese (ehem. „Chef-Schulbus-Fahrer“ der Autokraft) war so freundlich und hat die Geschichte aufgeschrieben. In Anlehnung an das entsprechende Kapitel aus dem Buch „Gettorf - aus der Geschichte eines Dorfes“ (2001, herausgegeben vom Gettorfer Windmühlen- und Verschönerungsverein e.V.) hatte er folgende kleine Übersicht auf seine (ehemalige) Homepage gestellt.

Freundlicherweise gab er die Genehmigung, Teile dieser Texte zu übernehmen. Seine geschichtliche Übersicht reicht bis 2009, danach folgen weitere Ergänzungen.

1965
Am 08. Juni Gründung des Schulverbandes Gettorf-Süd.

1967
Baubeginn des ersten Schulgebäudes (Hauptschule) am Königsberger Platz.

1970
Die Gemeinden Gettorf, Lindau, Tüttendorf, Neudorf-Bornstein, Schinkel, Osdorf und Neuwittenbek bilden am 01.10. unter der Bezeichnung „Schulverband Gettorf und Umgegend“ einen Schulverband mit Sitz in Gettorf

1971
Am 17. März wurde der Grundstein für den Realschulbau gelegt und schon 1972 fertiggestellt. Gleichzeitig wurde der Bau einer Sporthalle am Sander Weg realisiert.

1982
Eröffnung des neuen Sportplatzes am Schulzentrum

1983
Errichtung eines Neubaues für die Sonderschule am Schulzentrum.

1991
konnte an der Grundschule der Schulkindergarten eröffnet werden.

1997
Einweihung der Sporthalle an der Grundschule

1997
Im August wurde mit dem Start der Isarnho-Schule ein weiterer richtungsweisender Schritt in der Entwicklung des Gettorfer Schulsystems vollzogen. Seit dem Zeitpunkt ist Gettorf „Standort eines Gymnasiums im Entstehen mit Realschulteil“. Damit ist im Gettorfer Schulzentrum eine Schulform entstanden, die in Schleswig-Holstein bislang einmalig ist.

2000
Grundsteinlegung für den weiteren Ausbau der Isarnho-Schule am 30. Mai.

2000
Im Herbst dieses Jahres wurde der neu gebaute Busbahnhof mit genügend vorhandenen Parkplätzen für die Lehrkräfte und Schulbesucher unmittelbar am Schulzentrum eingeweiht.

2001
Fertigstellung und in Betriebnahme des ersten von zwei Schulgebäuden

2002
Fertigstellung und in Betriebnahme des Hauptgebäudes mit der Verwaltung

2003
Fertigstellung aller geplanten Bauvorhaben auf dem Schulgelände der Isarnho-Schule im Herbst diesen Jahres mit Anbindung an die neue Straße.  (Lindentor)

2005
Beginn des Erweiterungsbaues im Frühjahr an der Jarnwith-Schule (Hauptschule) mit baulichen Maßnahmen zur Sicherung der “brandschutzrechtlichen” Vorschriften.

2005
Im Schuljahr 2005/2006 erfolgte die Fertigstellung der neuen Klassenräume mit der Erweiterung des Lehrerzimmers an der Jarnwith-Schule.

2006
Beginn mit dem Bau des Kultur- und Bildungszentrum (KuBiZ). Grundsteinlegung Kultur- und Bildungszentrum am 23.06.2006

2007
Am 09. Juni wurde das KuBiZ in einer lebendigen Feierstunde eingeweiht.

2009
Mit dem Beginn des Schuljahres 2009/2010 wird aus den beiden Schulen „Isarnho“ und „Jarnwith“ eine Schule.  Das „Gymnasium mit Realschulteil“ und die „Hauptschule“ werden zu einem „Gymnasium mit Regionalschulteil“ zusammengelegt und erhalten den Namen Isarnwohld-Schule.  

2013
Nach Jahren der Vorbereitung beginnen im Oktober die Arbeiten an unserem neuen Schulhof.

2014
Im Mai erfolgt die Wiedereröffnung des KuBiZ (wg. Wasserschaden am Dach), gleichzeitig mit der Einweihung des neu gestalteten Schulhofs.

2014
Mit Beginn des Schuljahres 2014/2015 wird der Regionalschulteil in einen Gemeinschaftsschulteil umgewandelt und die Schule heißt jetzt „ Isarnwohldschule – Gymnasium mit Gemeinschaftsschulteil“.


Der Name der Schule

So wie die Schule hat auch der Schulname eine lange Geschichte. Das Gymnasium und die ehemalige Hauptschule trugen die Namen Isarnho und Jarnwith. Beides hatte die gleiche Bedeutung: Eiserner Wald und hier im Dänischen Wohld eine Bedeutung.

Was heute als 'Dänischer Wohld' bezeichnet wird und vor zweihundert Jahren noch 'Daenischwohld' hieß, nannte man im Mittelalter 'Isarnho' bzw. 'Jarnwith'. Beides bedeutet „Eiserner Wald“.

Der zwischen der Schlei und der Eider gelegene Teil des Herzogtums Schleswig war ursprünglich eine von Wald, Heide und Moor durchzogene und daher unbewohnte Grenzzone zwischen Jüten und Sachsen und wurde erst im 13. Jahrhundert von Süden her allmählich besiedelt.

Isarnho stammt aus dem sächsischen Sprachgebrauch der Holsten und geht auf die Geschichte des Dänischen Wohld zurück und bedeutet 'Eiserner Wald'. Doch waren zur damaligen Zeit nicht nur die Holsten (Sachsen) hier im Dänischen Wohld ansässig, sondern auch die Jüten (Dänen) und auch sie hatten einen Namen für diesen 'Eisernen Wald', der in ihrer Sprache 'Jarnwith' lautete.

Es war die Bezeichnung für den ‚Eisernen Waldes’, den die Jüten und Sachsen hier vor ca. 1000 Jahren nach der Völkerwanderung vorfanden, als das ganze Gebiet des heutigen Dänischen Wohlds mehr oder weniger menschenleer war.

 Im Zuge der Völkerwanderung wird im 4. und 5. Jahrhundert n.Chr. auch der germanische Volksstamm, der den Dänischen Wohld bewohnte ausgewandert sein. Es ist durchaus denkbar, dass sich um 450 n.Chr., im Sog der Auswanderung der Angeln, Friesen und Sachsen nach Britannien auch Bewohner des Dänischen Wohlds angeschlossen haben.

Von diesem Zeitpunkt an bis ca. 1.000 n.Chr. fehlt jegliche Nachricht über den Dänischen Wohld. Es bildete sich ein gewaltiger dichter Urwald. Die Jüten bezeichneten ihn sinngemäß als Jarnwith, die Holsten nannten ihn Isarnho – beides bedeutet Eisenwald. Im Erdbuch des dänischen Königs Waldemar II. wird 1231 das ganze Gebiet als „Danica silva“, d.h. Dänischer Wald bezeichnet. Da im Erdbuch keine abgabepflichtigen Bewohner im Dänischen Wohld aufgeführt sind, kann davon ausgegangen werden, dass das Land nahezu menschenleer war oder nur von wenigen Festebauern bewohnt gewesen ist.

Heute gehört das Gebiet des Dänischen Wohlds zu Schleswig-Holstein, wo Niederdeutsch oder Plattdeutsch gesprochen wurde (und zum Teil noch wird). Was lag also näher als die neue Schule, die aus den Schulen Isarnho und Jarnwith hervorgegangen ist, in Isarnwohld-Schule umzutaufen, der plattdeutschen Bezeichnung für den Eisernen Wald!