Die Medienscouts an der Isarnwohld Schule

Ein Peer-Projekt zur Medienkompetenz und Gewaltprävention an Schulen

 

Inzwischen besitzen fast alle Kinder und Jugendlichen ab der 5. Klasse ein Handy, Smartphone oder Tablet. Viele von ihnen haben dadurch – potentiell 24 Stunden am Tag – Zugang zu Games, Videos, Musik und Sozialen Netzwerken, die sie nicht nur passiv, sondern auch aktiv nutzen können.

Für Kinder und Jugendliche ist es selbstverständlich, Fotos und Nachrichten über Soziale Netzwerke, WhatsApp, Snapchat, Twitter, Blogs, Instagram & Co zu verbreiten.

Das praktisch unbegrenzte Video- und Spieleangebot gerade über Smartphones erfordert zunehmend eigene Reflexions- und Steuerungsfähigkeiten, um nicht in den „Sog“ von unkritischem Konsum und Abhängigkeit zu geraten. Oft gelangen auch Botschaften, die den eigenen Ruf oder den anderer schädigen, ins Netz und so auch in die Öffentlichkeit. Das Bewusstsein, dass private Daten schützenswert sind, ist bei Kindern und Jugendlichen noch wenig ausgeprägt.

Eltern und Lehrkräfte stehen der Nutzung und dem Medienumgang von Jugendlichen oft kritisch, aber dennoch hilflos und mit wenig effektiven Argumenten und Mitteln gegenüber.

Die besondere Verletzlichkeit von Kindern und Heranwachsenden vor und während der Pubertät macht es notwendig, hierfür passende pädagogische Antworten zu finden. Hierzu sollen die Medienscouts einen Beitrag leisten.

Bei den Medienscouts handelt es sich um ein so genanntes Peer-Projekt: Die Besonderheit dieses Projektes liegt darin, dass Schülerinnen und Schüler der 9. Klassen unserer Schule jüngere Schülerinnen und Schüler der 6. Klassenstufe für die Gefahren, Risiken und Probleme der Nutzung der vielfältigen Möglichkeiten ihres Handys und des Internets sensibilisieren und ein Grundwissen zur Vermeidung dieser Gefahren, Risiken und Probleme vermitteln. Schüler helfen also Schülern!

Nachdem die Schülerinnen und Schüler der 9. Jahrgangsstufe, die sich als Medienscouts gemeldet haben, selbst in einem dreitägigen Seminar ausgebildet worden sind, gehen sie in Dreierteams in die 6. Klassen unserer Schule und halten dort einen dreistündigen Basis-Workshop ab. Jeder 6. Klasse wird ein Dreierteam der Medienscouts fest zugeordnet. Danach werden die Medienscouts erneut in einem eintägigen Seminar fortgebildet, in dem bestimmte Aspekte vertieft werden:

Onlinekommunikation (Missverständnisse, Kommunikationswege, Konsequenzen)

Messenger (Recht am eigenen Bild, Datenschutz, Passwort, Alternativen zu WhatsApp)

Kosten und Werbung (bei Spielen und YouTube, InApp-Käufe, Abofallen)

Hiernach geht jedes Dreierteam erneut über das Schuljahr verteilt dreimal in die gleiche 6. Klasse wie beim Basis-Workshop und hält dort einen vertiefenden einstündigen Workshop zu jeweils einem Aspekt ab.

In den stattfindenden Workshops lernen die Schülerinnen und Schüler der 6. Jahrgangsstufe die Medienscouts kennen und wissen dadurch, dass sie diese zukünftig bei Fragen oder Problemen ansprechen können. Durch die wiederkehrenden Workshops ist die Hemmschwelle niedriger, die älteren Jugendlichen zu kontaktieren. Zusätzlich ist der Lerneffekt deutlich höher, da die Veranstaltung nicht als einmalig, sondern als kontinuierlicher Prozess empfunden wird.

 

Die Medienscouts verfolgen folgende Projektziele:

  • Verantwortungsvoller Umgang mit Kommunikation über Medien
  • Sensibilisierung für Folgen von (Cyber-)Mobbing
  • Sensibilisierung für Datenmissbrauch und Datenschutz
  • Kritische Auseinandersetzung mit und konstruktive Nutzung von Medien
  • Vermittlung von praktischen Handlungsmöglichkeiten
  • Förderung von eigenen Kompetenzen
    (Reflexions- und Kritikfähigkeit, Werteentwicklung, Umgang mit Konflikten)
  • Risiken und Gefährdungen im Spektrum elektronischer Medien

Einen besonderen Schwerpunkt legen die Medienscouts auf den Missbrauch des Handys und des Internets zum Austragen von Konflikten, denn immer wieder kommt es vor, dass Streitigkeiten auf aggressive und verletzende Weise über das Handy und Internet ausgetragen oder Schülerinnen und Schüler dort ausgegrenzt, beleidigt oder bloßgestellt werden.

 

Hierzu vermitteln die Medienscouts die klare Botschaft:

Mobbing? Nicht mit uns!

 

 

 

Spiele das Quiz der Medienscouts!

 

In einem dreitägigen Workshop der Jugendakademie Bad Segeberg (www.vjka.de, Verein für Jugend- und Kulturarbeit im Kreis Segeberg e.V.) erhielten im Schuljahr 2014/2015 sechs Schülerinnen und Schüler aus den 9. Klassen unserer Schule ein Medienkompetenztraining und erarbeiteten gemeinsam mit zukünftigen Medienscouts anderer Schulen ein Medien-Quiz, das mit einer kostenlosen App auf dem eigenen Handy gespielt werden kann.

In dem Quiz werden u.a. folgende Themen behandelt: Probleme und „Gefahren“ bei der Nutzung bestimmter Dienste (WhatsApp, Snapchat, Facebook), Datensicherheit und Datenschutz, Selbstdarstellung im Netz, Cyber-Mobbing, Handyregeln unserer Schule.

Wer Interesse hat, das Quiz der Medienscouts zu spielen und dabei sein Wissen zu testen, muss Folgendes tun:

- Kostenlose App Actionbound auf das Handy herunterladen

- App öffnen und „Bound finden“ anklicken

- Unter „Suchen“ den Namen des Quiz eingeben:

HS IW Medien Quiz (erster Teil des Quiz) oder

HS IW Cybermobbing (zweiter Teil des Quiz)

- „Öffnen“ anklicken

- Den Anweisungen folgen

 

 

Die Medienscouts des Schuljahres 2014/2015, die das Quiz erarbeitet haben:

Christian Knüppel, Marie Schneider, Janne Reimers, Lea Schulz

Nicht im Bild: Almedin Alispahic und Bennet Radde

 

 

Die Medienscouts des Schuljahres 2017/2018

 

Klasse 9g

Liv Bewarder

Malin Dallmann

Kaja Sophie Dargel

Laura Amelie David

Hanna Christin Geberzahn

Ole Huch

Malin Kock

Leonie Lorenzen

Jan Philipp Overbeck

Just Pierel

Leonie Sophie Tams

Lilly Traxel

 

Klasse 9h

Jane Königsmann

 

Klasse 9l

Freda-Sophie Hannemann

Lena Kiara Jürgensen

Rahel Meyer-Stromfeldt

 

Klasse 9e

Lea Wüstenberg